Zum Glück
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Zum Glück gibt es Flow!

Gastbeitrag von Karl der Lebenskünstler

Hui, kaum blicke ich auf die Uhr sind schon wieder viereinhalb Stunden vergangen. Es ist bereits halb zwei Uhr morgens und ich habe die Zeit ein klitzekleinwenig vergessen. Ich muss aufs Klo, bin hundemüde und mein Magen knurrt so laut, dass ich Angst habe ich könnte meinen Sohn wecken. Und doch fühle ich mich absolut glücklich, innerlich zufrieden und ausgeglichen, denn die letzten Stunden habe ich im Flow verbracht. Nein, dies ist keine New Age Droge;) Es ist der Zustand, bei dem Du im Tun aufgehst, eine Aktivität, die Du mit Leidenschaft verfolgst, so dass Du Zeit und Raum vergisst – jenseits von Angst und Langeweile. Fragen wie „Mache ich meine Sache gut?“, „Hat das einen Sinn?“ oder „Sollte ich es wirklich tun?“ kommen während eines Flow Erlebnisses nicht vor.  Durch Hingabe verdrängt das Bewusstsein die Alltagssorgen. Deshalb erlebt man diesen Zustand als Glückszustand.  Und wie kam es dazu?

Leidenschaft finden heißt Glück finden

Dass ich die Zeit übersehen habe und flux zum Glück kam, hat bei mir mit dem Schreiben zu tun. Dieser Prozess des Nachdenkens, des Geschichten Erzählens, des Ideensammelns und der Ausdruck meines Selbst in schriftlicher Form lassen mich meine Umgebung und die Wahrnehmung des Rundherums vergessen. Ich bin in meiner eigenen Gedankenwelt versunken. Natürlich gibt es viele weitere Aktivitäten, die uns in Flow versetzen, die uns erfüllen – einfach aus der Tätigkeit heraus. Und die sind so verschieden und bunt wie die Welt. Es kann beim Klettern, Rosenschneiden, Stricken, Fotografieren, Fußballspielen, Lesen, Spielen, Yoga, Schnitzen, Malen, Musizieren, ach was weiß ich noch alles, der Flowzustand eintreten. Was heißt das jetzt für Dich? Suche Dir das Hobby, das Dir Spaß macht und mache es öfter! Nimm Dir regelmäßig  und bewusst Raum und Zeit dafür und hole Dir Deine Portion Glück. Du hast es Dir verdient. Und lasse Dich nicht von scheinbar wichtigeren Verpflichtungen abbringen, denn Deine oberste Verpflichtung ist es, dass es Dir gut geht. Nur so kannst du auch eine Hilfe für andere sein. Und was ist mit den Tätigkeiten, die Dir keinen Spaß machen, auch dabei können Dir der Flowzustand und das Wissen darüber behilflich sein. Denn der Prozess kann bewusst gesteuert und gefördert werden.

Eine Portion Leidenschaft für den Alltag

Wer kennt sie nicht, die Aktivitäten, die einem die Nackenhaare aufstehen lassen. Und trotzdem müssen sie gemacht melden. Kloputzen, Buchhaltung, Geschirrspüler einräumen und ausräumen oder vielleicht der langweilige Weg zur Arbeit. Was es auch ist, es gibt einen Ausweg. Denn man kann den Flowzustand auch bewusst herbeiführen und steuern. Für Flow braucht es nur vier Merkmale und wenn diese in der Aktivität nicht zu finden sind, kann man diese künstlich herstellen. Anhand einer recht unbeliebten Aufgabe, dem Schuheputzen, möchte ich die Vorgehensweise kurz beschreiben.

  1. Aufgabe setzen: Eine Aufgabe, der ich gewachsen bin, die aber gleichzeitig eine Herausforderung ist. Denn ohne Herausforderung keine Konzentration. Schon ist also die erste Hürde zu meistern. Denn wo kann die Herausforderung beim Schuheputzen liegen? Deshalb habe ich mir selbst zwei wichtige Parameter auferlegt. Fleckenfreie Exzellenz, das heißt, mein schönes Gesichtchen darf sich ruhig spiegeln und Zeit. Damit etwas Spannung aufkommt.
  2. Ziel setzen: Ich möchte 19 Paar Schuhe in 15 Minuten putzen (ja, ich putze die Schuhe der ganzen Familie zwecks Emanzipation und so). Herausforderung angenommen.
  3. Konzentration: Ich habe ein klare Aufgabe und ein klares Ziel. Jetzt heißt es volle Konzentration. Ich stelle alle Ablenkungen auf Pause, Telefon wird umgeleitet und auch jegliche Ablenkung wie Musik verbiete ich mir.                                                                                                                                                                                                                               
    Los geht‘s
    : Es läuft wie am Schnürchen, die ersten Schuhe sind fertig. Ojeh, ich bin nach den ersten Schuhen schon zwei Minuten hinter der Zeit. Jetzt heißt es einen Zahn zuzulegen. Ich bin mit voller Konzentration bei der Sache. Und stelle fest – welch Überraschung – auch Schuhe putzen kann Spaß machen.
  4. Rückmeldung. Nach nur 13 Minuten habe ich meinen Rückstand wettgemacht und bin fertig. Jetzt müssen sie nur mehr den Check meiner Frau bestehen und dann habe ich bestanden.

Eigentlich ganz einfach oder? Das Leben ist ein Spiel und wenn Dir Aufgaben auf den Nerv gehen, dann mache sie Dir zum Spiel. Den Spannung, Spaß und Spiel erfreut nicht nur Kinder;)

Und welche Hobbies möchtest Du wieder öfter betreiben? oder hast Du eine andere Methode, mit der Du ungeliebte Aufgaben besser abwickelst, dann erzähle uns doch davon!

Liebe Grüße Karl


Über den Autor

Karl Lebenskünstler

 

 

 

 

 

 

 

Hi, ich bin Karl, Student der Lebenskunst. Ich schreibe über die Kunst, das Leben zu genießen. Auf meinem Blog erfährst Du, wie Du Deinen persönlichen Weg der Lebenskunst findest, dem gesellschaftlichen Druck zum Abschied leise Servus sagst und mehr Gelassenheit und Heiterkeit in Dein Leben bringst!

Mehr über mich erfährst du unter: http://www.lebenskuenstler.co/lebenskuenstler-wer-bin-ich/

 

photo Titelbild: unsplash.com
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