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Wie Dein Job Dein Glück verhindert – oder unterstützt

Gastbeitrag von Suzanne von freeyourworklife.de

Nicole schreibt hier auf Bewusst Glücklich wunderbare Texte über das Glück. Über kleine und große Helferlein, mit denen wir gezielt Zufriedenheit in unser Leben lassen können. Und Du und ich, wir verschlingen die Texte, so wie viele andere, denn glücklich sein, das möchten wir schließlich alle.

Blogs wie dieser hier inspirieren Dich und mich und geben uns Methoden an die Hand, unser Leben bewusst und positiv(er) zu leben. Wir schreiben unsere Bucket List, lernen dankbarer zu sein und wie wichtig Selbstliebe für unser Glück ist. Wir bekommen Rat, wie wir unsere Gewohnheiten leichter ändern können und vieles, vieles mehr.

Das alles hilft uns tatsächlich, bewusster und zufriedener zu leben. Was wir allerdings oft vergessen – oder verdrängen? – ist, dass es eine weitere Sache in unserem Leben gibt, die einen enormen Einfluss auf unsere Zufriedenheit und unser Glücksempfinden hat: unsere Arbeit.

Denn Glück ist ein ganzheitlicher Zustand. Sicher kann niemand wirklich glücklich sein, wenn in einem Bereich des Lebens etwas dauerhaft und schwerwiegend nicht stimmt. Darum ist es für unser Glück auch besonders wichtig, dass unser Arbeitsleben passt.

Unsere Arbeit nimmt meist einen sehr großen Teil unserer Lebenszeit ein – eigentlich Grund genug, sie genauso unter unsere „Glückslupe“ zu nehmen und zu „bearbeiten“ wie unsere Bucket List, unsere Dankbarkeit, unsere Selbstliebe, unsere Gewohnheiten und viele andere Dinge.

Der Fehler: Wir stellen unseren Job zu wenig in Frage

Allerdings kommen die wenigsten auf die Idee, ihren Job – ähnlich wie (mangelnde) Dankbarkeit oder Selbstliebe –tatsächlich als Glücksfaktor kritisch zu beleuchten und gegebenenfalls Konsequenzen zu ziehen.

Natürlich ist es ein gutes Gefühl zu wissen, dass jeden Monat ausreichend Geld auf das Konto kommt, um die Dinge zu bezahlen, die man benötigt oder haben möchte. Dennoch befinden sich viel zu viele Menschen in toxischen Jobs, die ihnen ganz und gar nicht gut tun und ihrer Lebenszufriedenheit eher abträglich sind.

Ein Grund dafür: Der Job wird von vielen noch immer als der unveränderlichste Teil des Lebens gesehen. Man darf sich glücklich schätzen, ihn zu haben. Wenn er auch noch unbefristet ist und einigermaßen gut bezahlt, gibt es gefühlt überhaupt kein Recht mehr, sich zu beklagen.

Die Glücksarbeit wird dann lieber auf die Freizeit verschoben. Egal wie negativ der Job das eigene Leben beeinflusst. Es ist an der Zeit, das zu ändern.

Wie ein toxischer Job Dein Lebensglück gefährdet

Ein toxischer Job – das ist ein Job, der Dir mehr Zufriedenheit nimmt als er stiftet und der nach und nach Dein ganzes Leben „vergiftet“. Und mal ganz ehrlich, wenn Du Dich in Deinem Umfeld umschaust wirst Du sehen: Nicht wenige Menschen befinden sich in einem solchen Job.

In einem Job, den sie eigentlich nur aus gefühlter Alternativlosigkeit machen und den sie liebend gerne hinter sich lassen würden.

Ein Job zum Beispiel, in dem Überstunden Tag für Tag die Regel sind und der Dir kaum noch Luft zum Atmen lässt. Familie, Freunde, Sport, Kontemplation? Werden – wenn überhaupt – in der Woche so gut es geht in den Tag gequetscht. Und am Wochenende ist dann Extrem-Aktivismus angesagt, damit man bloß auch jede freie Minute „gut“ nutzt.

Ein Job kann aber auch ganz ohne Arbeitsüberlastung Gift für Deine Zufriedenheit sein. Wenn Du Dich beispielsweise jeden Tag 8 Stunden lang unterfordert fühlst und zum professionellen Zeittotschläger wirst oder wenn der Umgang miteinander im Unternehmen unfreundlich, gemein oder gar unmenschlich ist.

Es gibt viele mögliche Ursachen, die einen Job zum Schatten in Deinem Leben machen. Und die dafür sorgen, dass Du morgens nicht gerne zur Arbeit gehst, dass Du sonntags nie Lust auf Montag hast, dass Du auf jedes Wochenende und jeden Urlaub hinfieberst und „Carpe Diem“ für Dich ein geradezu sarkastischer Ausspruch ist.

Steckst Du in einem toxischen Job?

Tief im Herzen weißt Du nun sicher schon, ob Dein Job ein toxischer Job ist. Was Du vielleicht für Dich noch nicht erkannt hast: All Dein Streben nach Glück, die Arbeit an Dankbarkeit, Selbstliebe und vielen anderen wichtigen Eigenschaften – sie werden Dich nicht rundum glücklich machen, wenn Du in einem Job verweilst, der Dir schadet.

Aber die gute Nachricht ist: Es geht anders! Du kannst etwas ändern. Es gibt tausende von Alternativen, auch wenn Du sie heute vielleicht noch nicht siehst. Und es lohnt sich ungemein, sich darüber besser heute als morgen mal ernsthaft Gedanken zu machen.

Denn wenn Du Dich in einem toxischen Job befindest und Dich – möglicherweise aus Existenzängsten heraus – nicht aufraffst, etwas zu verändern, wirst Du das möglicherweise eines Tages bitter bereuen. Dann nämlich, wenn Du eines Tages im Alter aufwachst und merkst: Ich habe mein ganzes Leben einem Job untergeordnet, der mein Glück mehr behindert als gefördert hat.

Deshalb: Such Dir lieber so schnell wie möglich einen Job, der Dein Glück unterstützt.

Wie ein guter Job Dein Lebensglück unterstützt

Ich halte nichts von dem Gerede, dass wir alle unsere Berufung in unserem Erwerbsjob leben müssen. Unsere Lebensaufgabe kann, muss sich aber nicht in unserem Arbeitsleben wiederspiegeln. Der richtige Job für Dich ist mit Sicherheit auch nicht der, der am meisten Geld einbringt.

Der richtige Job für Dich ist der, der sich in Dein Leben fügt, so wie Du es brauchst. Für den Du Dich selbst nicht mit übertriebenem Konsum entschädigen musst. Der zu Deinem Lebensglück beiträgt anstatt es stetig zu sabotieren.

Wie unterstützt der richtige Job Dein Lebensglück ganz konkret?

  • Der richtige Job trägt dazu bei, dass Du Dich als Mensch wertgeschätzt fühlst

Ein gutes Betriebsklima oder zumindest ein gutes, respektvolles Miteinander in Deiner Abteilung ist eine grundlegende Bedingung dafür, dass Dein Job zu Deinem Lebensglück beiträgt. Jeder Mensch wünscht sich Anerkennung. Und zwar ernst gemeinte Anerkennung. Wenn Dein Chef Dich normalerweise behandelt wie den letzten Idioten, aber Dich ab und an für ein Ergebnis über den grünen Klee lobt, wird das kaum zu Deinem Glück beitragen. Eine konstruktive, entspannte Zusammenarbeit im Team hingegen bereichert ungemein.

  • Der richtige Job ermöglicht Dir, Dich Deiner Lebensaufgabe zu widmen

Wie gesagt, Du musst Deine Lebensaufgabe nicht unbedingt in Deinem Erwerbsjob ausleben. Dennoch sollte der richtige Job Dir ermöglichen, Dich dieser Aufgabe zu widmen. Zum Beispiel, indem er Dir noch Zeit und Energie für andere Dinge übriglässt. So wie Nicoles Job es tut.

  • Der richtige Job sorgt dafür, dass Du keine finanziellen Sorgen hast

In einem guten Job wirst Du fair für Deine Arbeit bezahlt. Er ermöglicht Dir, Deine Fixkosten und was Du sonst noch so brauchst, entspannt zu zahlen und vielleicht noch ein bißchen Geld zur Seite zu legen. Denn wenn Du Dich unfair bezahlt fühlst, wird das immer Dein allgemeines Wohlbefinden negativ beeinflussen.

Wann fängst Du an, den richtigen Job für Dich zu entdecken?

Der richtige Job kann für jeden Menschen ganz unterschiedlich aussehen. Manche möchten ihre Berufung im Job leben, manche benötigen den Job nur als gute Basis, die ihnen erlaubt, ihre Lebensaufgabe anderweitig zu verfolgen.

Sicher ist: Unser Job hat einen massiven Einfluss auf unser Lebensglück. Und viele Menschen unterschätzen ihre eigenen Gestaltungsmöglichkeiten, wenn es um ihr Arbeitsleben geht!

Also frag Dich doch heute mal ganz ehrlich: Bist Du schon in Deinem richtigen Job, der Dir ermöglicht, Dich zu entfalten und fröhlich an Deinem Lebensglück zu werkeln – oder sitzt Du in einem toxischen Job fest, der Dein Glück sabotiert und Dir mehr Energie raubt als alles andere?

Vielleicht ist es Zeit für eine Veränderung. Du solltest es Dir wert sein!


Über die Autorin

Suzanne FrankenfeldtSuzanne schreibt auf FreeYourWorkLife über ihren Ausstieg aus der Konzernkarriere und die Suche nach einem ganzheitlichen, erfüllten (Arbeits-)Leben. Mit ihren Texten inspiriert und motiviert sie andere, es ihr gleich zu tun und aktiv nach dem Job zu suchen, der wirklich zu ihnen passt.

 

 

 

 

 

photo Titelbild: unsplash.com
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2 Kommentare

  • Antworten Julia 15/11/2015 at 20:52

    Liebe Suzanne,
    wahr. So wahr! Manchmal muss man sich dessen einfach noch mal bewusst werden. 🙂
    LG Julia

  • Antworten Suzanne 16/11/2015 at 17:06

    Danke Julia,

    freut mich, wenn ich erfolgreich daran erinnern konnte 🙂

    Liebe Grüße
    Suzanne

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