Sind alle Menschen unglücklich geworden
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Sind alle Menschen unglücklich geworden?

Trauerstimmung

Montagmorgen: Ich steige in den Bus und spüre förmlich die Kälte, die mich erfasst. Ich blicke in leere, müde und unglückliche Gesichter. Niemand der lächelt. Alles ist still und niemand verzieht auch nur einen Mundwinkel. Es ist einer dieser Tage, an denen ich spät dran bin und deshalb mein Fahrrad zu Hause lasse. Es ist einer dieser Tage, an denen ich aber schlagartig bereue, dass ich nicht eher aufgestanden und mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren bin. Es ist ein Montagmorgen wie aus einem Schauermärchen. Als wäre die Welt in schwarzweiss gehüllt. Die Farben sind alle verblasst. Der Tod blickt mir in die Augen. So jedenfalls kommt es mir vor. Sind alle Menschen unglücklich geworden?

Was ist nur los?

Was ist passiert? Warum blicke ich in all diese leeren Gesichter? Warum lächelt denn niemand mehr? Mir kommt es vor, als habe jemand den „bewusst glücklich“ Schalter ausgeschalten, ihn demoliert, sodass niemand ihn mehr betätigen kann. Alles ist ernst und grau. Was ist nur los?

Aufwachen, die Sonne scheint!

Muss das sein? Kaum aufgestanden und schon den Miesepeter raushängen lassen? Na gut, die erste halbe Stunde nach dem Aufstehen kann man das durchgehen lassen, schliesslich existieren ein paar Morgenmuffel unter uns (mich eingeschlossen) 🙂 Aber spätestens nach dieser halben Stunde, nach dem ersten Kaffee, nachdem sich die ersten Sonnenstrahlen breit gemacht haben, DANN sollte es doch möglich sein, den „bewusst glücklich“ Schalter zu betätigen?!

Schnell, schneller, am schnellsten…

Mir scheint, als existiere inzwischen ein grosses Ungleichgewicht, dass sich immer mehr ausbreitet. Viele Menschen sind unzufrieden mit ihrem Leben. Und anstatt sich ernsthafte Gedanken darüber zu machen, wie sie ihr Ungleichgewicht wieder ins Lot bringen können, machen sie einfach weiter. So wie es die Anderen halt eben auch machen. Das Rad dreht sich schneller und schneller. Sie rennen den ganzen Tag völlig farblos durch die Gegend, hetzen von einem Termin zum nächsten…kommen nach Hause und schalten die Glotze an, bevor es am nächsten Tag wieder von Neuem beginnt, grau und trostlos. Wie lange kann das gut gehen? Vielleicht ist eine Veränderung angebracht? Vielleicht braucht es etwas mehr Entschleunigung? Etwas mehr Müssiggang?

Mein aktuelles Lesefutter* beschäftigt sich genau damit: Dem Leben etwas mehr Musse zu schenken 🙂

Regenbogenfarben – Worauf warten?

Worauf warten diese Menschen? Wie lange soll das noch so weitergehen? Wo bleibt der Regenbogen, die Lebensfreude?

Eines jedenfalls weiss ich bestimmt: Bevor ich morgen wieder in all diese trostlosen Gesichter blicke, werde ich mich lieber wieder auf mein Fahrrad schwingen und der Sonne entgegenfahren 🙂

 

 

photo: unsplash.com
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1 Kommentar

  • Antworten Daniel 26/07/2016 at 9:14

    Ja ich bin gerade auch in so einer Phase des Lebens in der ich nicht weiter weiß, ich der die Traurigkeit übernommen hat. Nach meiner Ausbildung bin ich gleich ins Arbeitsleben gesprungen. Und jetzt nach einem Jahr bin ich völlig fertig davon. Ich habe mich jetzt auch entschieden einen Glücksblog zu schreiben. Einfach um mich jeden Tag mit mehr Freude und Glück zu beschäftigen.
    Toller Blog!! Ich werde Ihn mir gleich abbonieren!

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