perfekt sein
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Muss ich perfekt sein?

Perfekt sein?

Du fragst dich ständig, was andere von dir denken? Möchtest auf keinen Fall Fehler machen? Alles unter 100% Leistung ist dir nicht gut genug?

Dann du bist höchst wahrscheinlich ein Opfer des Perfektionismus!

Die neusten Ferienfotos deiner Freunde auf Facebook machen dich neidisch, weil du selber wieder NUR zu Hause warst und nicht das Meer sehen durftest. Dazu kommt noch, dass du soeben frustriert die Beauty-Seite von irgend einem Klatschmagazin zugeklappt hast, weil da wieder dieses perfekte Model abgebildet war mit ihrer wallend langen Mähne und den vollen Lippen! Das dieses Foto wahrscheinlich weit von der Realität und bis zur Unkenntlichkeit bearbeitet worden ist, blendest du wie immer gekonnt aus.

Du fragst dich, warum du nicht auch so perfekt sein kannst und warum gerade DU all diese Makel hast, welche dich so an dir stören und nerven?

Dummerweise hast du dir auch noch die neuste App für dein Smartphone heruntergeladen, welche genau deine Zeit misst, die du faul auf deiner Coach verbringst und keine Schritte gehst.

Dein Selbstwertgefühl ist auf dem Nullpunkt!

Warum tun wir uns das an? Die Antwort darauf ist: Weil Perfektionismus in unserer Gesellschaft belohnt wird. Für täglich leistende Höchstarbeit bekommen wir Lohn und Anerkennung von unserem Arbeitgeber und das makellos geschminkte Gesicht erntet bewundernde Blicke.

Doch was ist der Preis dafür, immer perfekt sein zu wollen? Das wir uns NIE perfekt fühlen werden! Weil wir nie mit dem zufrieden sein werden, was wir bereits geleistet haben um noch perfekter zu sein. Weil es immer einen gibt, der noch perfekter ist als du. Ein Teufelskreis!

Doch du kannst dich dem Zwang entziehen. Du kannst sagen: Nein, heute bin einmal nicht perfekt und geniesse es sogar! Heute gebe ich mich mit dem unperfekt gestylten Haar zufrieden. Heute lese ich lieber ein Buch und schenke dem gefakten Model im Klatschmagazin keine Beachtung. Heute bin ich UNPERFEKT und lächle über meine Ungeschicktheit, weil ich wieder einmal mehr meinen gesamten Kaffee verschüttet habe. Heute möchte ich unperfekt sein, weil genau dies mich ausmacht. Ich möchte nicht perfekt sein. Möchte nicht gleich sein wie alle Anderen. Und dann erkenne ich, das genau diese Unperfektheit mich zufrieden und glücklich macht.

Fazit: Ich muss nicht perfekt sein, weil nichts und niemand perfekt ist.

 

 

photo: unsplash.com
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2 Kommentare

  • Antworten Frau Rennt 18/01/2015 at 18:46

    Für mich verbirgt sich dahinter, nicht direkt oder wirklich Perfektionismus. Gewiss ist es ein Teil dessen. Mangelndes Selbstbewusstsein sowie Selbstwertgefühl spielen hier vermutlich eine viel größere Rolle. Mit Sicherheit hilft es, bewusst nein zu all diesen Dingen zu sagen. Doch nachhaltig und langfristig wird dies wohl nicht viel bewirken.

    Da muss man eher ran an den Kern. Woher der Wunsch nach Perfektion? Lebe ich das Leben, dass ich gerne hätte? Oder spiele ich eine Rolle? Das eigene Spiegelbild, die Wertvorstellungen sowie die eigene „Normalität“ sind meiner Meinung nach ziemlich essenziell.

    Dennoch kann dies der erste Schritt gegen den dauerhaften Perfektionismus sein. Nur ganz so leicht, wird es sich nicht abschalten lassen.

    Liebste Grüße 🙂

  • Antworten Nicole 18/01/2015 at 21:17

    Hallo Frau Rennt 🙂
    Ich stimme dir teils zu. Menschen mit geringerem Selbstwertgefühl neigen bestimmt eher zum Perfektionismus, weil sie möglichst in der Masse nicht negativ auffallen wollen. Hier gilt es auch, am mangelnden Selbstbewusstsein zu arbeiten. Jedoch hat es bestimmt noch niemandem geschadet, sich ab und zu dem Perfektionismus etwas zu entziehen und etwas gelassener zu werden in Bezug auf die eigenen Erwartungen an sich selbst. Und niemand hat etwas von einfach gesagt 🙂

    Liebe Grüsse und danke für deinen ehrlichen Kommentar

    Nicole

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