minimalistischer Lebensstil
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Minimalistischer Lebensstil – Mehr Zeit zu leben

Hast du dir schon einmal überlegt, wie es wäre, wenn du dich von allem trennen würdest, was du in deinem Leben nicht regelmässig brauchst? Und dafür mehr Zeit zu haben, für die Dinge, die du wirklich brauchst und die dir wichtig sind? Ich habe mir Gedanken dazu gemacht. Folgendes ist dabei herausgekommen:

Minimalistischer Lebensstil

Was ist Minimalismus?

“Minimalismus bezeichnet einen Lebensstil, der sich als Alternative zur konsumorientierten Überflussgesellschaft sieht. Seine Anhänger versuchen, durch Konsumverzicht Alltagszwängen entgegenzuwirken und dadurch ein selbstbestimmteres, erfüllteres Leben zu führen.” – Wikipedia.de

Dieser Satz sagt ja schon einiges, wie ich finde. Es geht im Minimalismus darum, sein Leben zu vereinfachen, den eigenen Konsum zu hinterfragen und sich auf die wesentlichen Dinge zu konzentrieren. Nicht mehr ablenken zu lassen, durch zu viele unnötige herumstehende Dinge. Was noch?

Mehr Zeit zu Leben – Nimm dir Zeit um Zeit zu haben!

Ich darf gar nicht daran denken, wie viel Zeit ich wohl schon damit verbracht habe, irgendwelche Dinge zu suchen, die ich verlegt habe! Zugegeben, ich bin etwas chaotisch veranlagt, was aber keine Entschuldigung sein soll 🙂 Deshalb habe ich mich schon länger gefragt, was wäre wohl, wenn ich nur noch die Hälfte von all dem besitzen würde, was ich jetzt besitze? Hätte ich dann nicht viel mehr Zeit für mein Leben, wenn ich weniger suchen müsste? Du wirst jetzt vielleicht antworten, dass man halt Ordnung halten muss. Ja, da hast du vollkommen Recht! Trotzdem, was gar nicht da ist, muss auch nicht gesucht werden oder? 🙂

Ich habe mich gefragt: Brauche ich wirklich über 20 paar Schuhe? (Was ja für eine Frau heutzutage bereits eher wenig ist) 🙂 Welche davon ziehe ich wirklich regelmässig an? Und wie viele davon stehen einfach nur leblos da? Es sind genau 4 paar Schuhe, welche ich regelmässig ausführe. Auf den anderen hat sich bereits eine kleine Staubschicht angesammelt *räusper* 🙂

Ich habe mich gefragt: Brauche ich wirklich über 30 verschiedene Shirts? Wer soll die denn bitte alle anziehen? Die Woche hat ja nur 7 Tage! Es hat sich herausgestellt, dass ich sowieso meine 5 Lieblings-Shirts habe, welche ich streng bevorzuge und den anderen schenke ich somit selten die nötige Beachtung.

Ich habe mich ebenfalls gefragt: Brauche ich die ganzen Deko-Figürchen, welche überall herumstehen und die ich irgendwann mal gekauft habe, weil mir langweilig war? Reicht es nicht, nur noch die wichtigsten Erinnerungen und Fotos aufzustellen, die dann dafür umso mehr zu betrachten? Sammle Momente nicht Dinge!

Mein Weg

Minimalistischer Lebensstil, das ist etwas für mich 🙂 Ich habe mich entschieden: Ich will mein Leben minimalisieren so gut es geht. Ich will mehr Zeit haben, für mich und für meine Liebsten und weniger Zeit damit verbringen, Dinge  zu pflegen, zu suchen und Bücherregale abzustauben. Doch wie bin ich überhaupt auf diese Idee gekommen?

Folgende 4 Blogs haben mich in letzter Zeit sehr inspiriert und sind meiner Meinung nach wirklich lohnenswert für einen Besuch.  Nein, ich verdiene nichts an diesen Empfehlungen 🙂

Malmini: Pia hat schon selber mehrere Bücher über Minimalismus geschrieben. Auslöser zu diesem Lebensstil war, als sie eines Tages den Kleiderschrank öffnete und unter einem Berg Pullover begraben wurde (ja, das ist mir auch passiert!) 🙂

Minimalismus-leben: Auf Michael bin ich auf YouTube aufmerksam geworden. Es gibt sogar ein kurzes Video über ihn, wo er zeigt wie er heute als Minimalist lebt. Du findest es hier.

Einfach bewusst: Christof schreibt auf seinem Blog über Minimalismus, Nachhaltigkeit und Vegane Ernährung im Alltag und beim Wandern. Ich habe mich für seinen Newsletter eingetragen und erhalte nebst minimalistischen Tipps auch immer wieder leckere vegane Rezeptvorschläge, die einfach nach zu kochen sind.

Mr. Minimalist: Sebastian berichtet auf seinem Blog über seine Erfahrungen und Erkenntnisse im Bereich Minimalismus, vereinfachte Lebensführung und Persönlichkeitsentwicklung und lässt dich daran teilhaben. Er ist selber erst Mitte zwanzig und zeigt somit, dass es auch in dieser konsumorientierten Generation möglich ist, anders bzw. leichter zu leben.

Und ein weiteres Video hat mich ebenfalls sehr beschäftigt. Nicht, dass ich unbedingt nur noch aus 2 Koffern leben muss, aber den Ansatz finde ich echt interessant 🙂 Schau es dir an.

Was habe ich bisher unternommen, um meinem Ziel von mehr Freiheit und Luft ein Stück näher zu kommen?

Ich habe…

  • Meine viel zu grosse und teure Wohnung gekündigt und habe bald nicht mehr so viel Platz für unnötigen „Plunder“ 🙂
  • Meinen Kleiderschrank halbiert!
  • Mein Bücherregal aufgelöst! Ein Leben mit weniger  und nur noch ausgewählten gedruckten Büchern klappt besser als gedacht.

Von einer Minimalistin bin ich noch Meilenweit entfernt aber ich gehe das Ganze langsam an und beobachte, wie es mir dabei geht. Doch ich habe bereits eine wesentliche Veränderung gespürt. Je weniger ich besitze, umso freier und wohler fühle ich mich. Ich muss weniger suchen, weniger putzen, weniger verräumen und habe dafür mehr Zeit zu lesen, zu schreiben und es mir einfach gemütlich zu machen 🙂

Dein Weg?

Sich von Dingen zu trennen, ist nicht immer einfach. Warum? Weil wir vielen Dingen einen emotionalen Wert zuschreiben. Vor allem von Dingen, welche wir als Geschenk bekommen haben, können wir uns vielfach nur schlecht trennen. Vielfach auch nur aus Angst, die Person zu verletzen, welche es uns geschenkt hat. Doch ist es wirklich notwendig, alles physisch aufzubewahren? Hast du es nicht in deinem Herzen und in deinem Kopf als Erinnerung für immer abgespeichert? Musst du es immer sehen und anfassen können?

Wie wäre es mit einem kleinen Experiment?

Knöpf dir alle Zimmer in deiner Wohnung vor. Gehe durch jeden Raum und sortiere alles aus, was du nicht mindestens 1x pro Woche in Gebrauch hast oder welchem du eigentlich kaum Beachtung schenkst. Sammle diese Dinge in einer Kiste und bringe sie in den Keller (falls du einen hast). Jetzt musst du nichts weiter tun als zu warten. Von den Dingen, welche du innerhalb eines Jahres nicht einmal hervorgeholt hast, kannst du dich getrost trennen. Wusstest du überhaupt noch, dass du diese Dinge besitzt, oder hast du sie bereits vergessen im Keller? 🙂

Wohin damit?

Vielleicht habe ich dich ja bereits etwas angesteckt, mit dem Minimalismus-Fieber 🙂 Du überlegst dir vielleicht schon, was bei dir alles so weg kann? Dann kommt früher oder später die Frage, wo du mit dem ganzen Zeugs hinwillst?

Auch wenn es vielfach die einfachste Variante ist, bin ich kein grosser Freund davon, einfach alles in den Mülleimer zu kippen. Es gibt da noch weitaus bessere Möglichkeiten:

  • Mach ein Foto davon und stell es ins Internet. Du findest tausende Verkaufsplattformen (ebay, Ricardo, Facebook-Gruppen etc.) wo du deine Dinge verkaufen kannst. Auch durch viele kleine Beträge, kann so eine gute Summe zustande kommen. Somit ist dein Käufer glücklich und du ebenfalls 🙂
  • Verschenke es deinen Freunden, Verwandten und Bekannten. Warum Dinge wegwerfen, die eigentlich noch gut in Schuss sind und welche andere noch gebrauchen könnten?
  • Spende es an notleidende Kinder/Familien. Informiere dich, welche gemeinnützigen Unternehmungen es in deiner Umgebung gibt und vollbringe eine gute Tat 🙂
  • Kleidersammlung: Bestimmt kennst du auch diese Kleider-Container, welche an jeder Ecke stehen? Packe Kleider, welche noch ganz sind, die du aber nicht mehr anziehen kannst/willst dort rein. Immer noch besser, als sie wegzuschmeissen.

Bestimmt gibt es noch viele weitere Möglichkeiten. Hol dir doch bei den Minimalismus-Profis, welche ich dir oben genannt habe, weitere Impulse, falls ich dein Interesse daran geweckt habe. Oder füttere dich mit mehr Lesestoff* von Pia. (Klicke auf die Bilder, um mehr Informationen zu erhalten)  Sind natürlich alle auch als Ebook erhältlich 🙂

    *

Nun bin ich gespannt, wie du darüber denkst 🙂 Hinterlasse mir doch einen Kommentar.

Ich bin dann mal weg… Kleider räumen und so 🙂

Liebe Grüsse,
Nicole

 

photo: unsplash.com
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15 Kommentare

  • Antworten Gabi Raeggel 25/05/2015 at 12:43

    Willkommen im „Club“ 😉
    Vielleicht vielleicht sogar am 18.7. – beim Minimalismus-Treffen in Frankfurt??

    • Antworten Nicole 25/05/2015 at 16:09

      Hallo Gabi.
      Führt ihr regelmässig solche Treffen durch? Höchstwahrscheinlich werde ich nicht dabei sein können, da der Weg aus der Schweiz doch etwas weiter ist. Doch da Frankfurt bestimmt mal einen Besuch wert ist, werde ich melden, falls ich mal dort sein sollte. 🙂
      Liebe Grüsse,
      Nicole

  • Antworten Biene 25/05/2015 at 18:16

    Ein spannendes Thema mit dem ich mich demnächst auch näher beschäftigen möchte!

    Danke für die Tipps und Lese-Empfehlungen 🙂

    Liebe Grüße, Biene

  • Antworten Sissi 26/05/2015 at 8:56

    Ich bin ja ein Freund vom Wegwerfen und etwas loslassen. Und mache es zur Zeit auch so mit dem Verkaufen. Da ich hoffentlich in diesem Jahr umziehe, fange ich einfach jetzt schon damit an, dann komme ich nicht in Stress und habe sogar noch etwas (Geld) von den Dingen die ich nicht mehr brauche. Weniger ist einfach Mehr!

    Glg von Sissi

    • Antworten Nicole 27/05/2015 at 9:00

      Hallo Sissi,
      Weniger ist tatsächlich mehr, dieser Meinung bin ich auch. Anfangs hat man immer das Gefühl, das Überleben sei gefährdet, wenn man sich von gewissen Dingen trennt 🙂 Dass dem aber nicht so ist, merkt man bereits nach wenigen Tagen.
      Liebe Grüsse,
      Nicole

  • Antworten Minimalismus 03/06/2015 at 11:46

    Die Bildunterschrift mehr Zeit, um perfekt zu leben geht mit dem Minimalismus Lebensstil und Ihre Vorstellungen über Minimalismus auch frisch und neu. Darüber hinaus waren die Empfehlungen, die Sie gab auch eine Überlegung wert.

    • Antworten Nicole 09/06/2015 at 9:24

      Vielen Dank 🙂 Ich habe mir Ihre Seite ebenfalls angeschaut. Sehr informativ und lesenswert!
      Liebe Grüsse,
      Nicole

  • Antworten Petra 03/07/2015 at 22:03

    Herrlich! Das ist etwas, das mir auch schon lange durch den Kopf geht, zumal ich auch die totale Chaosbraut bin. Etwas wirklich wegzuräumen bedeutet bei mir oft „nie wiederfinden“. Je weniger vorhanden ist, desto weniger kann das passieren – denke ich, hoffe ich. Momentan bremst mich beim Ausmisten noch aus, dass ich noch brauchbare Dinge einfach nicht wegwerfen kann/will und für Vieles noch keine wirkliche Lösung gefunden hab. Ausserdem beherrsche ich meisterhaft den Minimalismus in Bezug auf Aufraffen und Handeln…

    • Antworten Nicole 05/07/2015 at 11:46

      Hallo Petra,
      danke für deinen Kommentar 🙂 Ganz ehrlich: Ich bin auch eine Chaosbraut 🙂 Aber der Minimalismus verhilft mir immer mehr zur Besserung! Weil: weniger Zeugs = weniger Möglichkeiten überhaupt Chaos anzurichten, logisch oder? 🙂 Weiter so! Mit gewissen Dingen, tue ich mich auch noch schwer, die wegzugeben aber wer sagt, dass es sofort sein muss? Mach, wie es für dich stimmt. Wenn du bereit bist es wegzugeben, wird es sich richtig anfühlen!
      Liebe Grüsse,
      Nicole

      • Antworten Petra 05/07/2015 at 19:54

        Eben! Weniger Zeug, weniger Chaos.
        Ich hab ne Menge Sachen, die ich lieber heute als morgen raus hätte, aber halt nicht in den Müll! Ich tu mich nicht schwer mit dem Abgeben an sich, sondern nur mit dem Wohin. 🙁 Versuche z.B. seit Jahren meinen Schreibtisch loszuwerden – für wenig Geld oder ggf. auch umsonst, muss halt nur abgeholt werde , denn transportieren kann ICH ihn nicht. Findet keinen Abnehmer. Mit Büchern war es ähnlich. Die hab ich dann am Ende wenigstens der Bücherei spenden können.

  • Antworten Birgit 04/07/2015 at 8:03

    ich bin mittendrin bei der Wohlstandsentrümpelung und je weniger Krempel ich habe, desto besser geht es mir, allerdings scheitere ich bisher am Appartement. Ich wünsche mir ab 35m², mit Terrasse. Das schränkt die Auswahl nicht nur ein, sondern Vermieter haben kein Interesse, an einem „schnellen Mieterwechsel“, weil sie vermuten, dass mir das schnell zu klein wird. Ein bisschen frustrierend finde ich das.

    • Antworten Nicole 05/07/2015 at 11:49

      Hallo Birgit,
      Das mit dem Appartement-Problem ist natürlich ärgerlich. Für viele Aussenstehende ist es kaum vorstellbar, dass du dich in solch einem kleinen Appartement überhaupt wohlfühlen würdest, obwohl es bestimmt so ist! 🙂 Nicht aufgeben und weitermachen, dann werden sich irgendwann auch perfekte Lösungen anbieten. Ich drücke dir die Daumen 🙂

  • Antworten Ulrich Ganz 31/07/2015 at 10:07

    ja!! ich stimme dir zu, Die Menschen können in der Lage, zuverlässiger mit Minimalismus Lebens Normen leben, denn es baut Stress ab und erhöht das Selbstwertsteigerung oder Vertrauen, indem große Kategorien von Tätigkeiten und zur Verbesserung der Lebensverlauf selbst.

  • Antworten Ludger 04/10/2015 at 11:48

    Vielen Dank für deinnen Beitrag zum Minimalismus, du hast mir die Augen geöfnet für das was mir fehlt

    • Antworten Nicole 05/10/2015 at 8:33

      Lieber Ludger,
      das freut mich sehr zu hören! 🙂 Weniger ist in den meisten Fällen wirklich Mehr!
      Liebe Grüsse,
      Nicole

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