Lebensaufgabe erkennen
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Lebensaufgabe erkennen – So gelingt es dir endlich

Wenn ich an meine Kindheit zurück denke, hatte ich die wildesten Ideen, was ich einmal werden möchte. Die Ideen gingen von Tänzerin bis hin zur Astronautin. Als Kind habe ich mir noch keine Gedanken gemacht, wie sich diese Ideen umsetzen lassen. Ich wusste noch nicht, dass ich später in ein vorgegebenes Schema reingedrückt werde und das Wort Gesellschaft war in meinem Wortschatz noch nicht vorhanden.

Als es dann nach der obligatorischen Schulzeit darum ging, mich wirklich für einen Beruf zu entscheiden, sahen die Vorstellungen schon „realistischer“ aus. Plötzlich wollte ich Tierpflegerin oder Tiermedizinische Praxisassistentin werden. Schlussendlich wurde aus mir eine Buchhändlerin 🙂

Doch was ist passiert mit den kreativen ausgefallenen Träumen meiner Kindheit? Wo sind sie hin?

Ich behaupte: Sie wurden erstickt. Punkt.

Warum?

  • Gesellschaft

  • Zeitdruck

  • Angst / Sicherheitsgefühl

Gesellschaft

In der Zeit zwischen Kindheit und der Entscheidung, welchen Beruf ich erlernen möchte, wurde ich einer gehörigen Gehirnwäsche unterzogen! Nein, nicht meine Eltern sind schuld (Meine Mama liest meine Blogbeiträge regelmässig, nicht dass da falsche Eindrücke entstehen) 🙂 Nein, ich behaupte unsere heutige Gesellschaft ist schuld. Jaja, die Schuld immer schön anderen zuschieben, darin bin ich gut 🙂

Aber ist doch wahr! Von der ersten Klasse an werden wir darauf getrimmt, später einmal etwas „Anständiges“ zu lernen, um in diese Gesellschaft zu passen. Klar, ist die Palette an „anerkannten“ Berufen heute sehr vielfältig. Doch wird von uns quasi erwartet, schön brav im Strom der Masse mit zu schwimmen. Astronautin? Das kennt man doch nur aus den Hollywoodfilmen. Etwas Anständiges sollst du lernen. Spar dir die Träumereien auf für Nachts im Schlaf!

Zeitdruck

Kaum in die Schule gekommen, muss man sich auch bereits entscheiden, welchen Beruf man sein ganzes späteres Leben ausüben möchte. Ich empfand diese Zeit als ziemlich belastend. Die Erwartungen von aussen, mich endlich zu entscheiden, waren ja da. Zur Not noch schnell zur Berufsberatung gehen und dann auch schon hopp hopp die Bewerbungen schreiben, um ja einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Schliesslich wollen ja alle anderen Mitschwimmer auch einen Ausbildungsplatz ergattern. Astronautin? Keine Zeit, mir da nähere Gedanken darüber zu machen…

Angst

Mit 15 unterlag ich ja noch dem kompletten Welpenschutz 🙂 In diesem Alter wäre mir doch nie in den Sinn gekommen, gegen den Strom zu schwimmen. Ich wollte alles richtig machen und meinem Umfeld gefallen. Auffallen, ja nicht! Ich hatte zu viel Angst nicht in dieses vorgegebene Schema reinzupassen. Sonst wäre ich ja womöglich noch ohne Ausbildungsplatz dagestanden und hätte mein ganzes Leben als Obdachlose unter der Brücke verbracht! Fiese Vorstellung! 🙂

Es ist nie zu spät seine wahre Lebensaufgabe zu erkennen!

Nun sind in der Zwischenzeit ein paar Jährchen vergangen. Als ich vor einigen Monaten begonnen habe, mich intensiv mit meiner Situation und dem Thema Selbstverwirklichung auseinanderzusetzen, ist mir immer mehr klar geworden, dass es keinesfalls zu spät ist, noch einmal alles zu überdenken und wenn nötig einen ganz anderen Weg einzuschlagen. Mir wurde klar, ich muss meine Lebensaufgabe erkennen, um glücklich zu sein.

  • Vor was oder wem soll ich mich fürchten?

  • Ist in der heutigen Zeit das Wort Sicherheit überhaupt noch vorhanden? Oder ist es nur eine Illusion in meinem eigenen Kopf, die mir sagt, wenn ich so lebe, wie ich es jetzt tue, bin ich auf der sicheren Seite?

  • Welches Recht hat eigentlich die Gesellschaft, meine Gedanken und mein Handeln so zu beeinflussen?

  • Wenn ich einen anderen Weg einschlagen möchte, dann kann ich das tun. Jederzeit. Punkt!

Heute möchte ich zwar nicht mehr Astronautin werden 🙂 Aber das Schreiben hat sich inzwischen zu meiner grössten Leidenschaft entwickelt. Warum also soll ich nicht heute neue Wege einschlagen und meine kreativen Ideen und Träume von früher wieder aktivieren und das tun, was ich wirklich will?

Ich tue es! 🙂 Du liest hier und jetzt diesen Blog-Beitrag. Du siehst also, ich lebe meine Leidenschaft. Ich schreibe, wann, wie und was ich will! Und es ist mir egal, was andere darüber denken. Ich habe erkannt, was meine wahre Lebensaufgabe ist und was ich in Zukunft weiterhin tun möchte. Ich lasse nun meine erstickten Träume und Ideen wieder zu und schaffe ihnen Platz, sich zu entfalten. Und wenn du es auch willst, wirst du von mir noch einiges lesen können in Zukunft und ich werde meine Projekte gerne mit dir teilen 🙂 Astronautin?  Klingt immer noch spannend. Wie wäre es mit Bloggerin und Autorin? Es klingelt in meinen Ohren, meine Augen leuchten und ich fühle mich plötzlich wahnsinnig glücklich und frei. Da ist sie – meine Lebensaufgabe. Ich möchte Menschen wie dich dazu auffordern glücklich zu sein. Mutig zu sein, das Leben zu meistern und die eigenen Träume zu verwirklichen. Und ich will dich möglichst davon bewahren, dass du später bereust, was du NICHT getan hast 🙂

    *

Willst du deine Lebensaufgabe erkennen?

Stehst du an dem Punkt, wo ich noch vor einigen Monaten gestanden habe? Suchst du noch nach deiner wahren Lebensaufgabe? Bist zu unzufrieden mit deiner jetzigen Situation? Dann fordere ich dich hier und jetzt auf einen Gang runter zu schalten und dich mit dir und deiner Situation auseinanderzusetzen.

Folgende Fragen solltest du dir nun als erstes stellen. Am besten hockst du dich hin und schreibst dir die Antworten direkt auf ein Blatt Papier.

Was?

  • Was machst du gerne? Bei was vergisst du sogar manchmal die Zeit?

  • Was kannst du gut?

  • Was wolltest du schon immer machen?

Wie?

  • Wie stellst du dir deinen perfekten Tag vor?

  • Wie würdest du am liebsten täglich dein Geld verdienen?

Warum?

  • Warum tust du es nicht?

  • Warum zögerst du? Was hindert dich daran? Gesellschaft, Zeitdruck? Angst?

Als zweites beschreibst du ganz genau deinen Tag wie er heute täglich aussieht. Wie sieht dein täglicher Arbeitsablauf aus?

Nun vergleichst du deinen IST-Zustand mit deinen Vorstellungen von deinem perfekten Tag. Na? Sind sie identisch? Oder hat dein IST-Zustand mit deinen Vorstellungen von deinem perfekten Tag rein gar nichts gemeinsam? DANN solltest du schleunigst etwas daran ändern.

Schlag deine Angst in die Flucht!

Wenn das der Fall ist, solltest du dich nun einem weiteren Problem stellen – deiner Angst! Denkst du etwa, ich habe keine Angst? Natürlich! Auch mich verfolgt sie regelmässig und das nämlich nicht nur beim Gang in den dunklen, mit schwarzen Spinnen gefüllten Keller.  Auch ich habe Angst, Fehler zu machen oder zu Scheitern. Mir hilft dabei ein kleiner Trick. Und zwar habe ich meiner Angst ein Gesicht und einen Namen verpasst. Ich nenne meine Angst nun schlicht und einfach: Wurm! Dabei stelle ich mir exakt diesen kleinen mickrigen, kriechenden Wurm vor, der kaum vorankommt 🙂

Wenn mich dann also diese Angst überkommt, dann stelle ich mir bildlich vor, wie dieser kleine Wurm vor mir her kriecht und versucht, mir Angst einzujagen. Ich beuge mich dann zu ihm runter und frage ihn ganz leise: Na, was willst du den von mir, du kleiner süsser Wurm? Versuchst du mir etwa Angst einzujagen? Du kannst mir gar nichts! Ich weiss, dass klingt als wäre ich noch nicht aus dem Kindergartenalter heraus. Aber ich sage dir, es hilft 🙂 Versuche es doch einfach das nächste Mal, wenn dich deine Angst heimsucht. Du musst dir ja auch nicht zwingend einen Wurm vorstellen 🙂 Gib deiner Angst ein Gesicht deiner Wahl.

Erlöse dich von jeglichem Zeitdruck

Ich weiss, wenn man mit seiner Situation unzufrieden ist, dann ist die Zeit ein rotes Tuch. Du möchtest natürlich, dass es sofort anders und vor allem besser wird, verständlich! Aber wenn du dich selber noch mehr unter Druck setzt, machst du es womöglich nur noch schlimmer. Gehe die Sache langsam aber bestimmt an. Versuche jeden Tag, deinem perfekten Tag ein Stück näher zu kommen. Besser nämlich du kommst langsam dort an wo du sein willst, als du machst so weiter wie bisher und kommst gar nie an!

Und wenn du mal ein paar motivierende Worte brauchst oder mir von deiner Geschichte erzählen willst, dann weisst du ja: Ich bin da und habe zwei offene Ohren für dich 🙂

Bis bald

Liebe Grüsse,
Nicole

 

 

photo: unsplash.com
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11 Kommentare

  • Antworten Mel 02/06/2015 at 11:02

    Toller Beitrag! … wir werden wortwörtlich erdrückt von den Erwartungen der Gesellschaft.. so ein „Ausbruch“ ist schon was herrliches und befreiendes 🙂

    • Antworten Nicole 02/06/2015 at 14:04

      vielen Dank Mel 🙂 Ja, dabei sind wir heute freier als je zuvor. Wir lassen uns jedoch mit Regeln und Erwartungen von Aussen anketten… Da gibt es ja von Konfuzius diesen tollen Spruch: Wähle einen Beruf, den du liebst, und du brauchst keinen Tag in deinem Leben mehr zu arbeiten 🙂
      Liebe Grüsse,
      Nicole

  • Antworten Glücksdetektiv 02/06/2015 at 15:49

    Genauso habe ich es auch schon auf meinem Blog beschrieben 🙂 Ich kann dir also nur zustimmen.
    Wichtig finde ich noch an einer anderen Stelle die Angst zu nehmen: der Begriff Lebensaufgabe klingt genauso wie Berufung nach etwas wahnsinnig großem und flößt einigen sicherlich viel Angst ein.
    Wir verändern uns ständig im Leben und so auch unsere Vorlieben, Interessen und Stärken.

    Im Wesentlichen geht es einfach nur darum, sich mit den eigenen Wünschen und Werten zu befassen und herauszufinden, was man jetzt gerade (in der Gegenwart) gerne machen möchte. Das kann aber in fünf Jahren schon wieder ganz anders aussehen und in 15 Jahren sowieso.

    Deswegen plädiere ich immer dafür, sich nicht so stark unter Druck zu setzen, zuzulassen, dass sich die Dinge ändern und aus jedem Moment (und Jahr) das Beste zu machen. Für die Ewigkeit sind die wenigsten Dinge…

    Liebe Grüße,
    Katharina

    • Antworten Nicole 04/06/2015 at 8:16

      Liebe Katharina 🙂
      Ich habe mir deinen Beitrag gerade auch durchgelesen und er gefällt mir. Du hast Recht. Der Begriff „Lebensaufgabe“ kann durchaus Angst einflössen. Wobei ich mich seit längerem von solchen Ausdrücken nicht mehr gross negativ beeindrucken lasse. Der „Wurm“ als bildliche Vorstellung ist da wirklich ein angenehmer Begleiter für mich 🙂 Übrigens deine Videos sind so toll gemacht, ich schaue sie mir immer wieder gerne an! 🙂
      Sonnige Grüsse,
      Nicole

  • Antworten Glücksdetektiv 04/06/2015 at 11:15

    Vielen Dank Nicole! Das freut mich sehr 🙂
    Sonnige Grüße zurück,
    Katharina

  • Antworten Linda 08/06/2015 at 0:07

    Hey,
    bei mir ist es so, dass ich meine „Lebensaufgabe“ in mehreren Dingen sehe.
    Das was ich leidenschaftlich gerne tue ist Musik, aber ich habe nicht 100% das Talent.
    Ich male sehr gerne und sehr gut, aber ich habe sehr hohe Ansprüche an mich und mir kommt ein negatives Gefühl auf, wenn ich sehe, dass es nicht so geworden ist wie ich wollte.
    Gesellschaft, Zeitdruck, Angst..?
    Es ist meine hohe Erwartung an mich selbst, die mich daran hindert, dass was gern tue voll und ganz zu genießen. Es ist irgendwie schwer den Perfektionismus abzustellen. Ich weiß nicht, wie es funktionieren soll, wenn positive und negative Gefühle beide aufeinmal kommen.
    LG
    Linda

    • Antworten Nicole 09/06/2015 at 9:17

      Hallo Linda,
      Ich bin der Meinung, dass man seine Lebensaufgabe durchaus in mehreren Bereichen gleichzeitig finden kann. Warum soll man sich nur für eine Sache entscheiden, wenn die Freude und auch das Talent in verschiedenen Bereichen vorhanden ist 🙂 Das mit dem Perfektionismus kenne ich sehr gut. Ich setze mich oft auch selber unter Druck, obwohl ich es nicht müsste. Ich habe dazu ebenfalls einen kurzen Artikel geschrieben, wenn du ihn lesen möchtest: http://www.bewusstgluecklich.ch/muss-ich-perfekt-sein/ Der Zwang immer perfekt sein zu wollen, führt zwangsläufig dazu, sich nie perfekt fühlen zu werden/können – ein Teufelskreis! Folge einfach deinem Herzen und tue was dich glücklich macht, egal ob es perfekt ist oder nicht. 🙂

      Liebe Grüsse,
      Nicole

  • Antworten Sabrina 12/06/2015 at 14:53

    Liebe Nicole,

    danke dir für die Erinnerung an das Schritt für Schritt-Gehen! Denn ja, wenn wir beispielsweise den Traum haben, Künstlerin zu werden und Ausstellungen zu machen, sind wir meist ganz schnell mit unserem Geist zehn Schritte voraus – ohne, dass wir überhaupt ein Bild gemalt haben: Wenn ich Künstlerin bin, muss ich ja nach New York ziehen oder mindestens nach Berlin! Was mache ich dann mit meiner Katze? Und wie soll das alles mit dem Umzug klappen?

    Und wie einfach es wird, wenn wir unseren Fokus auf das Jetzt verlagern. Uns fragen: Was kann ich jetzt tun? Das ist für mich das Wunderbare: Immer wieder zu entdecken, dass es immer etwas gibt, was ich jetzt tun kann – wie klein der Schritt auch sein mag. Und so dem Leben, das wirklich mir entspricht, jeden Augenblick einen Schritt näherkomme.

    Danke dir und alles Liebe,
    Sabrina

    • Antworten Nicole 15/06/2015 at 10:34

      Liebe Sabrina,
      Ja manchmal sehen wir nur den grossen Berg vor uns und denken uns, dass wir es sowieso nie schaffen werden… Doch wenn wir einfach Schritt für Schritt beginnen, den Weg zu gehen, dann merken wir plötzlich, dass der Berg kleiner und kleiner wird.. Geduld gehört noch nicht wirklich zu meinen Stärken aber es wird langsam besser 🙂
      Liebe Grüsse
      Nicole

  • Antworten Anja 18/06/2015 at 11:38

    Liebe Nicole,
    ein sehr schöner Beitrag, in dem ich mich sehr wiederfinden kann. Nach meinem Abi hatte ich auch absolut keinen Schimmer, was ich beruflich machen möchte und habe deswegen einfach erstmal studiert. Ich bin dann in der Wissenschaft gelandet und weiß jetzt aber endlich -mit 29-, dass das kreative Schreiben voll mein Ding ist. Wie du möchte ich auch Autorin und Bloggerin sein. Ich interviewe auf meinem Blog regelmäßig Menschen mit Lebensträumen und finde es absolut spannend wie vielfältig und einzigartig diese Träume doch sind! Jeder von uns hat das absolut beste verdient! 🙂
    LG

    • Antworten Nicole 22/06/2015 at 20:43

      Liebe Anja,
      vielen vielen Dank 🙂 Freut mich, dass er dir gefällt! Egal wie alt man ist, es ist niemals zu spät, einen anderen Weg zu gehen 🙂 Ich wünsche dir viel Erfolg damit!
      Liebe Grüsse,
      Nicole

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